Bildergebnis für Theodorakis Glezos

Europa kann nur überleben, wenn wir den Finanzmärkten unseren vereinten Widerstandentgegenstellen, mit der Forderung nach einem neuen, europäischen »New Deal«.

 Wir müssen die Angriffe auf Griechenland und andere EU-Staaten der Peripherie sofort unterbinden; wir müssen die unverantwortliche Spar- und Privatisierungspolitik stoppen, die direkt in eine schlimmere Krise als die nach 1929 führt.

 Öffentliche Schulden müssen europaweit radikal restrukturiert werden, insbesondere zu Lasten der privaten Bankgiganten. Die Kontrolle über die Banken muss wieder in staatliche Hände fallen, ebenso wie die Finanzierung der europäischen Wirtschaft, die unter nationaler und sozialer Kontrolle stehen muss.

 Man darf die Schlüssel zum Geld nicht Banken wie Goldman Sachs, JP Morgan, UBS, Deutsche Bank usw. überlassen.

Wir müssen die unkontrollierten Derivate, die die Speerspitze des destruktiven Finanzkapitalismus sind, verbannen und echte wirtschaftliche Entwicklung erzeugen statt spekulativer Profite.

Die momentane Architektur des Finanzwesens, welche auf den Verträgen von Maastricht und der WTO basiert, hat in Europa eine Schuldenerzeugungsmaschine geschaffen.

Wir brauchen eine radikale Änderung aller Verträge, die Unterordnung der EZB unter die politische Kontrolle durch die Völker Europas, eine »goldene Regel« für soziale, fiskalische und ökologische Mindeststandards in Europa.

Wir brauchen dringend einen Paradigmenwechsel, die Rückkehr zur Wachstumsstimulation, einen neuen, qualitativen Wachstum durch europäisches Investitionsprogramme, eine neue Regulierung, Besteuerung und Kontrolle des internationalen Kapital- und Warenflusses;

eine neue Form des vernünftigen und bedachten Protektionismus in einem unabhängigen Europa, welches der Protagonist im Kampf um einen multipolaren, demokratischen, ökologischen und sozialen Planeten sein wird.

Wir rufen die Kräfte und Individuen, die diese Ideen teilen, auf, so bald wie möglich zu einer breiten europäischen Aktionsfront zu verschmelzen; ein europäisches Übergangsprogramm zu erstellen, unsere internationalen Aktionen zu koordinieren, um so die Kräfte einer öffentlichen Bewegung zu mobilisieren, das gegenwärtige Mächteverhältnis rückgängig zu machen und die momentanen historisch verantwortungslosen Führungen unserer Länder zu stürzen, um unsere Völker und Gesellschaften zu retten, bevor es für Europa zu spät ist.

Initiatoren und Erstunterzeichner aus Deutschland und Europa:

  • Mikis Theodorakis (Komponist, Schriftsteller und Politiker, Griechenland)
  • Manolis Glezos (Autor, Widerstandskämpfer gegen Besatzung im 2. Weltkrieg,
  • Griechenland)
  • Rolf Becker (Schauspieler, Deutschland)
  • Martine Billard (Co-Vorsitzende der französischen Linkspartei, PdG)
  • Prof. Dr. Lothar Bisky (Medienwissenschaftler, Mitglied des Europäischen Parlaments)
  • Jose Luis Centella (Generalsekretär der kommunistischen Partei Spaniens)
  • Daniela Dahn (Schriftstellerin, Deutschland)
  • Dr. Diether Dehm (Liedermacher, Mitglied des Deutschen Bundestages)
  • Angelica Domröse (Schauspielerin, Regisseurin, Deutschland)
  • Costas Douzinas (Juraprofessor, Direktor Birkbeck Institute for the Humanities University of London)
  • Katja Ebstein (Sängerin, Schauspielerin, Deutschland)#
  • Klaus Ernst (Mitglied des Deutschen Bundestages,)#
  • Paolo Ferrero (Nationalsekretär der Partei Rifondazione Communista, Italien)
  • Prof. Dr. Heinrich Fink (Theologe, em. Rektor der Humboldt-Universität Berlin)
  • Wolfgang Gehrcke (Mitglied des Deutschen Bundestages)
  • Katia Gerou (Schauspielerin, Deutschland)
  • Dr. Gregor Gysi (Mitglied des Deutschen Bundestages, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE)
  • Renate Harcke (Mitglied im Vorstand der Partei DIE LINKE)
  • Heidrun Hegewald (Malerin, Autorin, Deutschland)
  • Klaus Höpcke (Journalist, Deutschland)
  • Andrej Hunko (MdB, DIE LINKE und Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates)
  • Barbara und Winfried Junge (Dokumentarfilmer, z. B. »Die Kinder von Golzow«)
  • Monna Kamu (Sängerin, Finnland)
  • Kyriakos Katzourakis (Direktor, Schauspieler, Griechenland)
  • Dimitris Konstantakopoulos (Journalist, Author, Griechenland)
  • Asteris Koutoulas (Autor, Griechenland)
  • Oskar Lafontaine (Mitglied des Landtages Saarland, 1985–1998 Ministerpräsident Saarlandes)
  • Pierre Laurent (Präsident Europäischen Linke, Nationalsekretär kommunistische Partei Frankreichs)
  • Stefan Liebich (Mitglied des Deutschen Bundestages)
  • Dr. Gesine Loetzsch (Mitglied des Deutschen Bundestages)
  • Ulrich Maurer (Mitglied des Deutschen Bundestages)
  • Jean-Luc Melenchon (MdEP der französischen Linksfront/ Front de Gauche (Fraktion GUE-NGL), Co-Vorsitzender der französischen Linkspartei (PdG))
  • Prof. Dr. Wolfgang Methling (1998–2006 Umweltminister in Mecklenburg-Vorpommern)
  • Willy Meyer (MdEP der Vereinigten Linken Spaniens, Fraktion GUE-NGL)
  • Takis Mitsidis (Kulturmanager, Deutschland)
  • Maite Mola (Vizepräsidentin der Partei der Europäischen Linken, Kommunistischen Partei Spaniens)
  • Yiannis Mylopoulos (Rektor der Aristoteles-Universität von Thessaloniki)
  • Eero Ojanen (Komponist, Pianist, Finnland)
  • Kostas Papanastasiou (Architekt, Dichter, Schauspieler, Sänger, Deutschland)
  • Theodosis Pelegrinis (Rektor der nationalen und kapodistrischen Universität von Athen)
  • Gina Pietsch (Sängerin, Schauspielerin, Italien)
  • Dr. Beate Reisch (Literaturwissenschaftlerin, Deutschland)
  • Prof. Günter Reisch (Filmregisseur, z. B. »Die Verlobte«)
  • Renate Richter (Schauspielerin, Deutschland)
  • Niko Saarela (Schauspieler, Finnland)
  • Peter Sodann (Schauspieler, Regisseur, Deutschland)
  • Eckart Spoo (Journalist, »Ossietzky«-Herausgeber)
  • Erkki Susi (Herausgeberin der Wochenzeitung “Tiedonantaja”, Finnland)
  • Hilmar Thate (Schauspieler, Deutschland)
  • Alexis Tsipras (Präsident von Synaspismos, akt. Syriza, Vizepräsident der Europäischen Linken, Griechenland)
  • Constantine Tsoukalas (Soziologin, Professor Emeritus d. nationalen kapodistrischen Universität Athen)
  • Kostas Vergopoulos (Professor der Universität von Paris)
  • Hannes Wader (Liedermacher, Deutschland)
  • Sahra Wagenknecht (Mitglied des Deutschen Bundestages)
  • Konstantin Wecker (Liedermacher, Deutschland)
  • Prof. Dr. Manfred Wekwerth (Regisseur, Deutschland)
  • Francis Wurtz (ehemaliger MdEP, ehemaliger Präsident der GUE-NGL-Fraktion im EP)
  • Prof. Dr. Jean Ziegler (Autor, Human Rights Council's Advisory Committee der Vereinten Nationen, Schweiz)

 Oktober 2011

Mehr dazu: http://koalition-des-widerstands.de/

VOCAL CONCERT DRESDEN - ZU THEODORAKIS' 90. GEBURTSTAG

• Wiederaufführung eines ehemaligen Auftragswerks der DMF (UA 1983) zum 90. Geburtstag des griechischen Komponisten Theodorakis,
• Form eines orthodoxen Nachtgottesdienstes, eines »Vigil«
• Ausklang des Konzerts mit der Filmbiographie über Mikis Theodorakis
• Martin-Luther-Kirche, schönes Umfeld im Gründerzeit- und Szeneviertel Äußere Neustadtzum

Mitwirkende:

Vocal Concert Dresden, Peter Kopp (Dirigent)

Weiterlesen: VOCAL CONCERT DRESDEN 

 

 

Lieber Mikis,

Am heutigen Tag hast du deinen 89. Geburtstag erreicht.

Wissend dass dein voriges Lebensjahr mit vielen Schwierigkeiten verbunden war, wünschen wir dir ein problemloses neues, damit wir mit Freude am 29. Juli 2015 deinen 90. Geburtstag feiern können.

Mit allen guten Wünschen

 
 
US PREMIERE!
 
RECYCLING MEDEA  
 
 Music by Mikis Theodorakis - Choreography by Renato Zanella - Directed by Asteris Kutulas

The Greek Cultural Center will host two screenings of the hybrid music-ballet-documentary-fiction-political-essay film RECYCLING MEDEA based on the music of legendary Greek composer Mikis Theodorakis.
 
WHERE:
Anthology Film Archives, 32 Second Avenue, New York, NY 10003
 
WHEN:
* Screening #1, Saturday, June 7th at 8pm
* Screening #2, Sunday, June 8th at 5pm
 
After the screening will follow a discussion with the film director Asteris Kutulas (Berlin).
 
We kindly ask you to watch this very unique and emotional film with an extraordinary yet unexpected music by Mikis Theodorakis.
 
For more information and tickets: (718) 726-7329
 
 
Press releases on "Recycling Medea": 
 
Website & trailer: www.recycling-medea.com/en
 
 
Dont miss this surprising movie!
 

Unter

www.mikistheodorakis.gr

ist seit kurzem eine Homepage veröffentlicht worden, die auf die Initiative des Komponisten zurückgeht und eine unglaublich reiche Dokumentation darstellt, mit über 3100 Musikstücken, 18 Videos, 130 Gedichten, 72 Werkanalysen und eine geradezu unglaubliche Anzahl von Artikeln und Kommentaren, besonders auch, was die griechischen Krisenjahre seit 2008 angeht.

Mikis Theodorakis hat uns diese neue Seite gewidmet. Er schreibt:

Ich beginne meine Notizen auf dieser neuen Webseite mit einem Gedanken an meinen Lieblings-Freund Guy Wagner, der seit vielen Jahren die offizielle Homepage in meinem Namen als Zeichen seiner großen Liebe und Wertschätzung ins Leben gerufen hat. Über diese Webseite verteidigt er mit Ausdauer und Mut meine Arbeit und mein Ansehen wie kein anderer, dies in einer äußerst schwierigen Zeit für mich, für meine Ideen, meine Kunst und meine Handlungen.

Ich möchte ihm daher diese neue Homepage widmen und ihm sagen, dass ich sie als ein "Anhang" zu seiner eigenen betrachte, die immer an der Spitze sein wird und immer die "offizielle" Webseite bleiben wird. Mein Ziel für die neue Webseite ist es, eine ergänzende Rolle zu seiner eigenen zu spielen.

Am 6.6.2013 haben zwei Abgeordnete des griechischen Parlaments (Mitglieder der neofaschistischen Partei Goldene Morgenröte) den Holocaust am jüdischen Volk und den Völkermord an den pontischen Griechen geleugnet. Mikis Theodorakis reagierte auf diese Infamie mit folgendem Text, der am 12. Juni 2013 in der griechischen Tageszeitung „Ta Nea“ veröffentlicht wurde:

Mikis Theodorakis

LASST UNS JETZT REAGIEREN, BEVOR ES ZU SPÄT IST

 

Das verbindende Element, durch das sich ein Volk als gemeinschaftlicher und lebendiger Organismus erfährt, ist dessen kollektives Gedächtnis, das sich in kritischen, existenzbedrohenden Situationen herausgebildet hat. Die Angehörigen meiner Generation, die noch am Leben sind – vor allem diejenigen unter ihnen, deren Durchhaltevermögen in den stürmischsten Zeiten auf Leben und Tod geprüft wurde -, sie fühlen sich verpflichtet, bis zum letzten Augenblick ihres Lebens an den Thermopylen Wache zu halten. Um die ungeschriebenen Gesetze unserer Authentizität, unseres Miteinander und unserer Bedürfnisse als fest in der Realität verankerte zu verteidigen, während diese sich ständig weiter und höher entwickeln.

Weiterlesen: THEODORAKIS ZU DEN HOLOCAUST-LEUGNERN

 Mikis Theodorakis schickte seine besten Wünsche zum 75. Geburtstag von Guy Wagner, seinem Biographen und Webmaster.

"Ich sehe in Guy Wagner nicht nur einen Freund, Partner und Biographen, sondern meinen wahren Bruder! Seine Liebe und sein Beitrag zur Verbreitung meiner Arbeit mit allen möglichen Mitteln (Bücher, Artikel, Übersetzungen, Ausstellungen, Konzerte und vor allem mit seiner erstaunlichen Website) sind für mich unbezahlbar!
So groß sind meine Liebe und Dankbarkeit für ihn, dass ich ihn als integralen Bestandteil meines Lebens ansehe. Ich danke ihm von ganzem Herzen und wünsche ihm Gesundheit und Glück.
sein Mikis

                                                              Athen, den 20. April 2013

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